Neujahrs-Treffen der UWG-Kreis Plön 2015

Zu ihrem Neujahrstreffen mit Rück- und Ausblick und dem schon fast traditionellen Neujahrs-Brunch
hatte die UWG-Kreis Plön ins Landhaus Schellhorn eingeladen. Fast 40 Gäste und Freunde der UWG
sind der Einladung gefolgt. Unter den vielen Gästen konnte der UWG-Fraktionsvorsitzende Dr. Claus
Thies die Landrätin Frau Stephanie Ladwig, Mitglieder aller Kreistagsfraktionen sowie Vertreter von
Banken, Vereinen und Verbänden, der WFA / GTZ und der Kreisfeuerwehr begrüßen.

Der Kreisvorsitzende der UWG, Herr Wolf-Rüdiger Röper, brachte in seinem Grußwort sein Verständnis
von Wählergemeinschaften zum Ausdruck und stellte Einzigartigkeiten von Wählergemeinschaften im
Spannungsfeld zu den etablierten Parteien dar. Mit Bedauern kündigte er seinen krankheitsbedingten
Rückzug vom Amt des Vorsitzenden an. Sein besonderer Dank ging an Claus Thies, „der in so vielen
Dingen der UWG über seine Arbeit als Kreistagsabgeordneter hinaus“, ihn „ganz ausgezeichnet
vertreten“ hätte.
Dr. Thies richtete in seiner Begrüßungsrede den Fokus auf das Wirken der UWG-Kreis Plön im
zurückliegenden Jahr und auf ihre zukünftigen Ziele.

Er zeigte sich zufrieden, dass das seit Jahren von der UWG verfolgte Ziel, die Abschaffung der Eltern-
beteiligung an den Schülerbeförderungskosten, endlich im Kreistag positiv entschieden wurde. Auch die
vom Kreistag mit Mehrheit unterstützten Verbesserungen des schienengebundenen ÖPNV im Kreis Plön
werden begrüßt. Die Ertüchtigung der Eisenbahnstrecke Kiel – Preetz – Ascheberg – Plön – Malente
–Eutin bis Lübeck und die beabsichtigte Reaktivierung von „Hein Schönberg“ werden ausdrücklich
befürwortet mit der Erwartung „wo ein Zug fährt, da muss er auch halten“. Die Reaktivierung und der
Betrieb von „Hein Schönberg“ werden aus Bundesmitteln finanziert und nicht aus Finanzmittel des
Kreises! Dass die Reaktivierung von „Hein Schönberg“ von einer Seite immer wieder mit der Stadt-
regionalbahn vermengt wird, hält die UWG-Kreis Plön für nicht vertretbar. Wer dies tut, muss mit
Widerspruch rechnen und sich belehren lassen.

In 2014 wurde die Neuordnung der medizinischen Notversorgung im Kreis (Rettungsdienst und Notarzt),
insbesondere im Norden, mit den Stimmen der UWG durchgesetzt. Der Notarztstandort Stakendorf geht
dabei auf einen Vorschlag des UWG-Fraktionsmitgliedes Dr. Marquort zurück.

Die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung konnten fortgesetzt und mit dem Haushaltsbeschluss im
Dezember 2014 umgesetzt werden. Frau Büschleb-Blöck als Vorsitzende des Finanzausschusses küm-
merte sich intensiv darum.

Die ehrenamtliche Arbeit der Feuerwehren im Kreis Plön wird von der UWG geachtet und geschätzt.
Dies verbindet sie mit Anerkennung und Respekt an die Kameradinnen und Kameraden für ihr
Engagement im Kreis Plön. Die UWG hofft, mit der Kreisfeuerwehr die Probleme um den Neubau der
Kreisfeuerwehrzentrale lösen zu können. Der Fraktionskollege Rainer Weigel wird sich weiterhin
federführend damit befassen.

Mit Blick auf die Zukunft sind aus Sicht der UWG-Kreis Plön vielfältige Aufgaben anzupacken. Der
demographische Wandel stellt den Landkreis vor große Herausforderungen, schon jetzt schrumpfen die
Einwohnerzahlen im ländlichen Bereich. Um dem entgegenwirken zu können, ist das Land aufgefordert,
den Kreis mit den dazu nötigen Finanzmitteln auszustatten. Da dies zurzeit nicht der Fall ist, spricht sich
die UWG dafür aus, gegen das neue Finanzausgleichsgesetz Klage zu erheben.

Der Kreis Plön braucht eine umweltschonende und moderne Infrastruktur, wohnortnahe Kindergärten
und Schulen, Sicherheit und Gesundheit garantierende Einrichtungen, eine flächendeckende Breit-
bandversorgung, einen zeitgemäßen ÖPNV mit Bus- und Schienenverkehr sowie die Fördeschifffahrt.
Auch werden wir in der UWG dafür sorgen, dass Menschen in Not geholfen wird, einschließlich der
Flüchtlinge, die zu uns kommen.

Dies sind Zielvorstellungen, für die sich die UWG-Kreis Plön auch weiterhin einsetzen wird.

Die von der Landrätin in ihrem Grußwort beim Neujahrsempfang aufgezeigten Perspektiven für den
Kreis Plön decken sich in vielen Bereichen mit den Vorstellungen der UWG. Sie können und werden
Grundlage sein, die Herausforderungen des Landkreises in Zukunft zu meistern.

Die UWG-Kreis Plön bedankt sich bei der Landrätin für ihr Kommen und wünscht ihr in 2015 eine
glückliche Hand mit der UWG - und auch mit den anderen Fraktionen im Plöner Kreistag.

Vor der Überleitung zu den Gesprächen beim Brunch gab es von Dr. Claus Thies noch eine
Stellungnahme zu Spekulationen, auch in der Presse, unter dem Stichwort: Verschiebung der
Mehrheitsverhältnisse im Plöner Kreistag?

Dazu folgendes: Zu Beginn der Wahlperiode hat sich eine Kooperation aus SPD, Grüne und FWG
gebildet mit 22 Kreistagsabgeordneten. Die UWG-Kreis Plön wurde – ohne sie zu fragen – der CDU
und FDP, dann auch mit 22 Kreistagsabgeordneten, zugeordnet. Herr Friedrich (Linke) wurde als
´Zünglein an der Waage` eingestuft. Nun hat die UWG in der Tat in der Dezembersitzung des Kreis-
tages viele ihrer Vorstellungen mit Hilfe der Kooperation gegen CDU und FDP durchgesetzt. Und
prompt wurde im Kreistag ironisch (?) gefragt, ob die UWG-Kreis PLön der Kooperation aus SPD,
Grünen und FWG beigetreten sei und in der Presse wurde spekuliert, ob sich wohl die Mehrheits-
verhältnisse im Plöner Kreistag ändern würden.

Die Antwort ist klar und deutlich: Die UWG-Kreis Plön ist eine Unabhängige Wählergemeinschaft mit
präzisen Vorstellungen, die sie darlegt und um die sie wirbt. Um sie umzusetzen, wird sie nach Mehr-
heiten suchen und hoffentlich auch finden. Einen Automatismus wird es nicht geben, die UWG ist und
bleibt unabhängig. „Wir machen keine „Deals“, sondern entscheiden zum Vorteil der Bürgerinnen und
Bürger im Kreis Plön, den wir als Ganzes im Blick haben“, so Dr. Claus Thies.

   
   
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